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What is EMIN?

Geschrieben von Hamann, Dietmar. Veröffentlicht in Policy

The European Minimum Income Network (EMIN) is a two year project (2013-2014) funded by the European Commission, that has the aim of building consensus to take the necessary steps towards the progressive realisation of adequate and accessible minimum income schemes in EU Member States, in line with the European Commission’s Active Inclusion Recommendation of 2008, the Europe 2020 strategy and in the context of the European Platform against Poverty and Social Exclusion.

EMIN project is also available as a printable PDF document

The Importance of Minimum Income Schemes in the Fight against poverty and social exclusion

 In a context when there is tendency to tighten eligibility for Minimum Income Schemes in many Member States, the Minimum Income Network is an important step to maintain a focus on the importance of adequate and accessible Minimum Income Schemes. More than ever such Schemes represent a lifeline for people experiencing poverty and social exclusion. Minimum Income support is often the only financial support available for people experiencing hardship, both for people who cannot access paid work and for those who have worked and are at the end of their coverage period for unemployment benefits. Access to adequate Minimum Income Schemes provides an important basis for participating in the life of the community, reconnecting with the world of work and to living a life in dignity. Moreover, it makes a significant contribution to an inclusive recovery from the crisis, by supporting people to support the economy and to relaunch purchasing power and local demand.

 Steps in a path towards adequate and accessible minimum income schemes

 The European Minimum Income Network will:

  • Analyse current trends and obstacles and propose improvements regarding coverage, adequacy and (non) take‐up of Minimum Income Schemes, through the reports of National Minimum Income Networks enriched by two thematic approaches related to adequacy of old age Minimum Income Schemes and coverage and (non) take‐up by homeless people.
  • Present and exchange on ‘good’ and ‘unsatisfactory’ practices and promote learning and transfer of knowledge.
  • Raise awareness on the EU current frameworks, including the 1992 Council Recommendation and the 2008 Active Inclusion Recommendation.
  • Build consensus on the necessary steps towards the progressive realisation of adequate and accessible Minimum Income Schemes in Member States as well as Norway, Iceland, Serbia and FYROM and support the implementation of these steps.
  • Contribute to the identification of common EU level definitions and criteria for adequate Minimum Income Schemes, and the potential for a strengthened EU framework for cooperation in this field.

 Activities planned during the two-year life cycle of the network

  • Establishment and Launch of the European Minimum Income Network: with the participation of a wide range of diverse stakeholders.
  • Establishment of Five National Minimum Income Networks in Denmark, Ireland, Belgium, Italy and Hungary.
  • Reports on Analysis of Minimum Income Schemes in the 5 identified Countries: based on a common framework and drawing on existing research these reports
  • Thematic work on adequacy of minimum old age income Schemes, led by AGE Platform in France, Belgium and Poland.
  • Thematic work on take up by vulnerable groups, in particular homeless people, led by FEANTSA, in Italy, France, Hungary, Romania, Ireland, United Kingdom, Finland and Poland
  • Two Peer Review sessions, aimed at exchanging findings and identifying key learning points gathered in the reports in the 5 countries identified.
  • European level Conference (Year 1), to analysise and disseminate the key learning points from the work in the five countries and the two thematic approaches.
  • Reports on Analysis of Minimum Income Schemes in remaining 26 countries: based on the experience of developing these reports in the 5 identified countries.
  • Support for implementation of steps towards the Progressive realisation of adequate Minimum Income Schemes in the 5 identified countries.
  • Thirty-one national level Conferences to help build consensus towards adequate and accessible Minimum Income Schemes in each of these countries.
  • EU level Conference (Year 2) to present suggestions for enhancing EU level coordination in the field of Minimum Income Schemes, including the proposal for common EU level definition and criteria for adequate Minimum Income Schemes.
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Millionen Menschen gegen Spardiktat der Troika

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Policy

Am Samstag, den 22. März sind in Madrid mehr als 1 Millionen Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung auf die Straße gegangen. Diese riesigen Protestwelle ist das Ergebnis einen landesweit-organisierten Sternmarsches auf Madrid, der Marsch der Würde (Marchas de la dignidad).

Die Marchas de la dignidad wurde von einem breiten Bündnis aus alternativen Gewerkschaften, sozialen Netzwerken, Gewerkschaftsopposition, Frauenaktivist*innen, Recht auf Stadt-Gruppierungen, Migrant*innen-Gruppen und Jugendnetzwerken verschiedenster Art getragen.

Aus allen Regionen Spaniens haben Hunderttausende Menschen kilometerweite Strecken zu Fuß zurückgelegt, andere kamen mit Bussen nach. Und das um gegen das Spardiktat der Troika aus Internationalem Währungsfond (IWF), Europäische Zentralbank (EZB) und der Europäischen Kommission zu protestieren.

Zu den zentralen Forderungen gehören die Verweigerung der Schuldenrückzahlungen, die Ablehnung der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und der Rücktritt des Ministerpräsidenten Rajoy.

Die soziale Situation in Spanien ist zurzeit katastrophal. Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile bei ca. 25%, die Jugendarbeitslosigkeit bei knapp 60%. Täglich werden tausende Häuser und Wohnungen zwangsgeräumt, Familien werden auf die Straße gesetzt. Und das nur um die Profite der Unternehmen und Banken zu sichern.

Die alte Regierung (PSOE Sozialdemokraten) hat mit Unterstützung der (PP Volkspartei) den Artikel 135 der Verfassung geändert und damit die Zahlung der Auslandsschulden über die Rechte und Bedürfnisse der Gesellschaft gestellt.
„Diese undemokratische Forderung der Troika wurde in der EU bisher einzig von Spanien umgesetzt. Der nationale Haushalt kann durch das Parlament nur beschlossen werden, wenn zunächst die Zahlungen an ausländische Gläubiger sichergestellt sind.“ *

In dem vom Bündnis erstellten Manifest wird aus diesen Tatsachen gefolgert: „Die verschiedenen Regierungen handeln außerhalb der Legalität und verkaufen unsere Grundrechte. Das hat sich verbreitet und es ist mit dieser Wirtschaftsordnung eng verbunden. Die Korrupten und die, die sich korrumpieren lassen, sind Teil diese ungerechten Systems der Produktion und Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.“**

Die Krise ist nicht beendet, so wie es zurzeit von vielen Politiker*innen behauptet wird. Sie hat gerade erst angefangen und ist besonders deutlich in südeuropäischen Ländern wie Spanien, Griechenland, Italien und Portugal sichtbar.

ES IST ZEIT AUF DIE STRASSEN ZU GEHEN…!!!“***

Quellen:

Bericht im Vorfeld des Sternmarsches: https://linksunten.indymedia.org/de/node/108665
Manifest der Marchas de la Dignitas: http://marchasdeladignidad.org/objetivos/manifiesto/manifest-deutsch/
Dossier zum Sternmasch: http://www.labournet.de/internationales/spanien/gewerkschaften-spanien/marsch-der-wurde-22-marz-europaweite-solidaritat-gefragt/
Zeitungsbericht in der jungen Welt: http://www.jungewelt.de/2014/03-24/023.php

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Zitate der Woche

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Policy

„Die Gesetzesänderungen der ungarischen Regie­rung untergraben den Rechtsstaat und den Schutz der Menschenrechte. Das Beunruhigendste ist jedoch, dass die Regierung weder die Empfehlungen der europäischen Institutionen noch die Urteile des eigenen Verfassungsgerichts anerkennt.“
Lydia Gall, Balkan- und Osteuropaexpertin bei Human Rights Watch zum kritischen Bericht der Organisation über Ungarn, der vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde.

„Die ungarische Regierung beschuldigt all ihre Kritiker, voreingenommen, politisch motiviert und mit falschen Tatsachen vorzugehen, doch die Wahr­heit ist weitaus einfacher: In ganz Europa herrscht tiefe Beunruhigung über die Lage des Rechtsstaats und der Menschenrechte in Ungarn. Wenn sogar Freunde sich Sorgen machen, ist es Zeit, zuzuhören und ihre Kritik nicht länger abzustreiten.“
Ebenda.

„Es waren unsere Fehler, die Orbán überhaupt eine Zweidrittelmehrheit beschert haben.“
MSZP-Vorsitzender Attila Mesterházy am vergangenen Freitag in einem Die Welt-Interview.

„Es schmerzt mich, dass unser Land in Brüssel als ein Problemfall wahrgenommen wird. Dabei ist klar, dass die EU nicht Ungarn als Land, sondern die ungarische Regierung kritisiert. Viktor Orbán verkauft diese Kritik zu Hause so, als würden alle Ungarn damit angegriffen. Es ist schwierig für uns, dieser Interpretation etwas entgegenzusetzen, da die Regierung einen Großteil der Medien kontrolliert.“
Ebenda, auf die Frage, wie er aktuelle Kritiken aus Europa beurteilt.

„Ich meinerseits vertraue sehr darauf, dass Herr [Attila] Vidnyánszky das tun wird, was die Heimat von ihm verlangt, […] er wird das Nationaltheater leiten, das genauso erfolgreich wie unter [Robert] Alföldi sein wird,es wird nur nicht um Schwuchteln gehen, sondern um die Liebe, um die Freundschaft und die Treue.“
Imre Kerényi, Kulturbeauftragter des Minister­präsidenten, vor einigen Wochen zur Lage des Nationaltheaters beim Innerstädtischen Bürgersalon der Budapester Theater- und Filmhochschule.

„Die Entscheidung des Verfassungsgerichts vom Dienstag hat die Verfassung gestärkt, die mit ihr verbundene Streitsaison hat ein Ende, insoweit
beginnt eine neue Zeitrechnung. [...] Niemand kann ab jetzt sagen, dass die Verfassung nicht rechtlich korrekt angenommen wurde.“
Fidesz-Fraktionschef Antal Rogán am Dienstag auf dem Staatssender m1, die Ablehnung der verfassungs­rechtlichen Einwände des Ombudsmannes für Grund­rechte, Máté Szabó durch das Gericht selbst kommentierend.

„Warum sind Politiker die einzigen Angestellten im Land, die man nicht entlassen kann, wenn sie ihren Job schlecht machen?“
András Istvánffy, Präsident der außerparlamentarischen Oppositionsbewegung 4K! im linksliberalen ATV zur Möglichkeit der Abberufung von Bürgermeistern.

„Das ungarische Parlament hat zur Bezeugung des nationalen Zusammenhalts mit dem 2010. XLV. Gesetz den 4. Juni, den Tag am Ende des Zweiten Weltkriegs, an dem Ungarn das Friedensdiktat von Trianon unterschrieb, zum Tag des Nationalen Zusammenhalts erklärt.“
Eine Verlautbarung auf der Regierungswebseite anlässlich des Jahrestages des Trianon-Beschlusses nach dem Ersten Weltkrieg, nach dem Ungarn zwei Drittel seiner Landesfläche verlor (der Fehler wurde mittlerweile behoben).

Quelle: http://www.budapester.hu